Da kommen sie und sagen,
Du seist so weit von hier,
Und Städt' und Berge ragen
Wohl zwischen mir und dir.
Mich stört nicht Ihr Beginnen,
ich schau nur in mein Herz -
Da bist du ja tief innen,
Du bist nicht anderwärts.
Da kommen sie und klagen
Und fordern Tränen ein,
ich weiß kein Wort zu sagen
Zu aller ihrer Pein.
ich geh' in stiller Wonne
Vorbei an Tag und Nacht -
Hab' eine eigene Sonne,
Die mir im Herzen lacht.
Da kommen sie und fragen,
Warum ich froh allein?
Wie soll ich stehn und klagen,
Wie kann ich traurig sein?
ich trage dich im Herzen,
So süß, so mild, so klar -
Seitdem bin ich von Schmerzen
Erlöst auf immerdar.
Ludwig Pfau, Gedichte. 4., durchges. u. verm. Aufl. Stuttgart 1889. S. 18
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