Heilbronn

Heilbronner Sehenswürdigkeiten

  1. Marktplatz Noch heute erfüllt die Platzanlage vor dem Rathaus regelmäßig ihren ursprünglichen Zweck: Dienstags, donnerstags und samstags finden vormittags Wochenmärkte statt; alljährlich belebt der Weihnachtsmarkt vom ersten bis vierten Advent die Freifläche. Und Anfang September ist der gesamte Bereich rund ums Rathaus Treffpunkt für Tausende von Zechern beim populären Weindorf. Bereits seit dem 13. Jahrhundert ist der Marktplatz, der später zu einer größeren Anlage mit direktem städtebaulichen Bezug zur Kilianskirche erweitert wurde, Zentrum der Stadt. Bis zur Heilbronner Bombenzerstörung am 4. Dezember 1944 war das Areal eingegrenzt von Patrizier- und Bürgerhäusern in Fachwerk und Stein.
  2. Käthchenhaus Dieses ursprünglich gotische Steinhaus aus dem 14. Jahrhundert hob sich früher in der Fachwerkstadt besonders ab. Mit Rathaus und Kilianskirche stellte es eine besondere städtebauliche Position am Marktplatz dar. Benannt wurde das Haus nach Kleists "Käthchen von Heilbronn". In dem Gebäude wohnte der Heilbronner Reformator Johannes Lachmann, der den berühmten Renaissance-Erker (1534) mit Brustbildern von vier Propheten gestalten ließ.
  3. Rathaus Bereits im 13. Jahrhundert bauten die Heilbronner ihr erstes Rathaus an dieser Stelle. 1417 entstand dann ein gotischer, repräsentativer Bau, der Ende des 16. Jahrhunderts im Renaissance-Stil erweitert wurde. Reste des ersten Steinhauses mit den Spitzbogenfenstern sind an der Ostseite zu erkennen. Im Gewölbe der städtischen Gaststätte Ratskeller befanden sich bis um die Jahrhundertwende Verkaufs- und Lagerräume für Handels- und Kaufmannsgüter. Wiederaufgebaut wurde das 1944 zerstörte Rathaus nach historischem Vorbild zwischen 1950 und 1953; der östliche Anbau wurde zwischen 1959 und 1963 erstellt.
  4. Astronomische Kunstuhr Das von Touristen am meisten fotografierte und bestaunte Heilbronner Objekt ist die Rathaus-Uhr. Das dreiteilige Ensemble mit astronomischer Uhr (unten), Zeituhr (Mitte) und Mondphasenuhr (oben) wurde 1579/80 von Isaak Habrecht geschaffen. Die astronomische Uhr zeigt die Wochentage, Monate, das Datum sowie den Stand der Sonne und des Mondes in den jeweiligen Tierkreiszeichen an. Auf dem inneren Kreis der astronomischen Tafel sind die Wochentage durch Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn bildlich dargestellt. Im mittleren Kreis werden die Monate durch die zwölf Tierkreiszeichen wiedergegeben. Der äußere Kreis hat eine in Tage, Wochen und Monate aufgegliederte Gradeinteilung. Zwei Engel, zwei Widder und ein Hahn begleiten die Zeitanzeige stündlich mit mechanischem Spiel; der Hahn kräht ab 12 Uhr alle vier Stunden.
  5. Rathaus-Arkaden und Männle Unter der Freitreppe und den Arkaden des Rathauses, 1581 bis 1583 gebaut, steht das Heilbronner Männle. Es ist das Original des 2,40 Meter hohen Landsknechts aus Schilfsandstein, das den Westturm der Kilianskirche ab 1529 gekrönt hatte (dort oben steht heute eine Nachbildung). Die 6,50 Meter lange Bank, rechts vom Männle, war früher der Sitz für (Nacht-)Wächter und Richter bei öffentlichen Verhandlungen im Freien. Über dieser Bank ist ein Originalrelief vom Kirchbrunnen mit dem Motiv "Christus und die Samariterin" zu sehen, das 1541 geschaffen wurde.
  6. Rathaus-Ehrenhalle Im Innenhof des Rathauses steht die Ehrenhalle für die Toten des Zweiten Weltkrieges und die Opfer des Dritten Reiches. Sie wurde 1963 eingeweiht. Architekt Rudolf Gabel gestaltete die Halle mit der dreiwandigen, rocaillegeschmückten Rokokofassade des ehemaligen Stadtarchivs, das 1765/66 von Johann Christoph Keller erbaut und im Dezember 1944 zerstört wurde. Den künstlerischen Entwurf für den schlichten Raum der Ehrenhalle lieferte der Münchner Künstler Professor Karl Knappe. Drei Reihen weißer Kreuze, auf der Wand unregelmäßig gruppiert, symbolisieren den Tod von fast 11.000 Menschen.
  7. Haus Zehender Das einzige am Markplatz noch erhaltene Gebäude aus der Epoche zwischen Barock und Rokoko ist das 1726 erbaute Zehender'sche Haus. Es ist eines der früher so zahlreichen repräsentativen Heilbronner Patrizierhäuser, die in direktem städtebaulichen Bezug zum Marktplatz gebaut wurden. Das Haus wurde im Dezember 1944 ebenfalls zerstört, dann aber von der Besitzerfamilie traditionsbewußt im alten Stil wiederaufgebaut.
  8. Rauch'sches Palais An der Südost-Ecke des Marktplatzes stand bis zum Luftangriff 1944 das 1804 erbaute Rauch'sche Palais, genannt nach der Kaufmannsfamilie von Rauch. Es war ein klassizistischer Steinbau, viergeschossig, mit vier Gebäudeflügeln um einen Innenhof. 1815 empfing Zar Alexander von Rußland in diesem Palais die baltische Baronin Juliane von Krüdener, die ihn zur Heiligen Allianz gegen Napoleon überredet haben soll. Vor dem Palais stand an dieser Stelle die Herberge "Zur Krone", in der Götz von Berlichingen 1519 bis 1522 vom Schwäbischen Bund gefangengehalten wurde. Heute steht an dieser Stelle ein modernes Geschäftshaus.
  9. Kilianskirche Der Turm der nach dem Namenspatron Sankt Kilian benannten Kirche gilt als das erste bedeutende Renaissance-Bauwerk nördlich der Alpen. Auf der Stelle einer erstmals 741 nach Christi Geburt erwähnten fränkischen Michaelsbasilika wurde die Kilianskirche in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zur gotischen Hallenkirche umgebaut. Der Westturm sprengte 1513 die baulichen Maßstäbe im mittelalterlichen Heilbronn. Baumeister Hans Schweiner stellte mit den karikierenden Figuren die religiösen Mißstände jener Zeit dar. Die Krönung des Turmes mit dem Landsknecht "Männle" erfolgte 1529. Die im Dezember 1944 zerstörte Kirche wurde bis 1965 wiederaufgebaut. Besonders sehenswert im Mittleren Chor der geschnitzte Hochaltar von Hans Seyfer, dessen Figuren während des Luftangriffes 1944 im Salzbergwerk im benachbarten Bad Friedrichshall eingelagert waren.
  10. Siebenröhrenbrunnen/Kiliansplatz Der Siebenröhrenbrunnen und das Taufbecken der Kilianskirche werden von einer 50 Meter tief liegenden Quelle gespeist. Viele Sagen ranken sich um diese Quelle, ein ursprünglich alemannisches Wasserheiligtum, das vermutlich Namensgeber des fränkischen Königshofes "Heilbrunna" und der Stadt war. 741 erstmals als Brunnen erwähnt und ab 1364 Kirchbrunnen wurde die Quelle 1541 von Balthasar Wolff als große Brunnenanlage mit sieben Röhren und gotischem Chörlein gestaltet. Da der Brunnen inmitten der Kirchbrunnenstraße versiegte, wurde er 1868 abgebrochen und 1904 an der Südseite der Kilianskirche neu erbaut. 1988 erfolgte eine umfassende Neugestaltung des Platzes. Dabei wurde der Brunnen in den Randbereich der Anlage versetzt.
  11. Deutschordensmünster Die Mutterkirche der Heilbronner Katholiken ist das beherrschende Bauwerk des Deutschordens und gilt als das älteste Bauwerk der heutigen Stadt. Nach frühgotischer Erweiterung von St. Peter und Paul ab 1350 erfolgten dann 1719 bis 1721 der Umbau zur Barockkirche. Nach der Säkularisation wurde das Gotteshaus katholische Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul. Beim Wiederaufbau und bei der Renovierung (1968/69) wurde der ursprüngliche gotische Charakter betont. 1977 wurde die Kirche zum Deutschordensmünster erhoben.
  12. Deutschhof Der Deutschhof war früher Residenz und Fruchtkammer der Hauskommende (13. Jahrhundert) und der Landkommende Heilbronn (1785 bis 1805) innerhalb der Ballei Franken des Deutschen Ritterordens. Mit der Säkularisation ging der Deutschhof 1805 an Württemberg. Bis 1850 diente der Komplex als Kaserne, dann als Sitz staatlicher Behörden. Ab 1950 wurde der Deutschhof nach altem Vorbild wiederaufgebaut. Er ist heute Kulturzentrum der Stadt mit den Städtischen Museen, dem Stadtarchiv, der Volkshochschule, der Stadtbücherei und der Musikschule.
  13. Fleinertorbrunnen Südlich des Brunnens stand bis zum 19. Jahrhundert das Fleiner Tor der Stadtmauer, nach dem der Brunnen benannt wurde. 1601 erbaute ihn Jakob Müller mit einer krönenden Fortuna und Masken an der Brunnensäule, die Jahreszeiten andeuten. Ab 1589 wurde der historische Brunnen mit Wasser aus dem Cäcilienbrunnenhaus, das heute noch am Südostrand der Stadt steht, gespeist. 1860 ersetzte man die Fortuna durch eine allegorische "Heilbronnia" von Albert Güldenstein. Nach deren Zerfall im Jahr 1904 erhielt der Brunnen von Bildhauer Federlein eine Nachbildung der alten Fortuna.
  14. Götzenturm Er war der südwestliche Eckpfeiler der ehemaligen Stadtmauer. Seinen Namen erhielt der Turm nach Götz von Berlichingen, der allerdings nicht in diesem Turm gefangen war. Erbaut wurde der Götzenturm 1392 zur Stadtbefestigung, die 1241 erstmals erwähnt wurde. Die Stadtmauer führte am Neckar entlang zum Bollwerksturm, dann über die heutige Turmstraße zur Allee, vom Stadttheater bis zum Wollhauszentrum am südlichen Ende der Allee und von dort über das Fleiner Tor zum Götzenturm. Drei Tortürme (Brückentor, Sülmertor und Fleiner Tor) verstärkten die Befestigungsanlage.
  15. Käthchenbrunnen Die überlebensgroße Bronzefigur des Heilbronner Bildhauers Dieter Läpple löste nach ihrer Aufstellung im Jahr 1965 bewegte Diskussionen aus. Sie ist heute aber als Kunstwerk anerkannt. Der Brunnen steht im direktem Bezug zu Heinrich von Kleists historischem Ritterschauspiel "Das Käthchen von Heilbronn".
  16. Gerichts- und Fleischhaus Der Renaissance-Bau, von Hans Stefan 1598 bis 1600 erstellt, diente bis 1880 als Schlachthaus und Fleischbank, dann war er Sitz der städtischen Botenmeister. Im Obergeschoß tagte das reichsstädtische Gericht. Außerdem wurde er für Hochzeitsfeste genützt. Am Ostgiebel ist das Heilbronner Stadtwappen angebracht; an der Südwestecke steht ein Renaissance-Treppenturm. Im alten Stil wurde das Gebäude, in dem heute das Naturhistorische Museum der Städtischen Museen untergebracht ist, bis 1951 wiederaufgebaut.
  17. Bollwerksturm Neben dem Götzenturm ist der beim Stadtbad gelegene Bollwerksturm der einige erhaltene Zeuge der staufischen Stadtbefestigung. Seinen Namen erhielt der Turm nach dem Mitte des siebzehnten Jahrhunderts verstärkten "Großen Bollwerk" zur Erhöhung der Heilbronner Wehrhaftigkeit. 1519 saß Götz von Berlichingen eine Nacht lang als Gefangener des Schwäbischen Bundes im Bollwerksturm.
  18. Stadttheater Das auf dem Berliner Platz erbaute neue Stadttheater ist Nachfolger des 1913 im Jugendstil errichteten alten Theaters, dessen Ruine 1970 gesprengt wurde. Der prächtige, mit einem weiträumigen Foyer ausgestattete Neubau, bietet im Großen Haus für 705 Besucher Platz und besitzt eine zweite Spielstätte für Kammerspiele.
  19. Nikolaikirche Die frühgotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert hat eine bewegte Geschichte. Ab 1525 protestantisches Gotteshaus, im Dreißigjährigen Krieg Zeughaus, 1706 wieder Gotteshaus, unter Napoleon Zeughaus, Militärhospital und Holzmagazin, 1848 Turnhalle und Kundgebungslokal, ist sie seit 1851 wieder Gotteshaus. Seit 1901 ist die Nikolaikirche selbständige Pfarrei. Nach der Zerstörung 1944 wurde die Kirche 1950/51 wiederaufgebaut.
  20. Sankt-Georgs-Brunnen 1593 wurde dieser Renaissance-Brunnen von Jakob Müller, der auch den Fleinertorbrunnen gestaltete, erbaut. Er steht auf dem ehemaligen Friedhof des Barfüßerklosters. Auf der Brunnensäule stand eine Plastik des Heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen, die beim Angriff 1944 schwer beschädigt wurde. Den heutigen Brunnen schuf der Stuttgarter Bildhauer Ernst Yelin 1955. Den Brunnen nennt man auch Hafenmarktsbrunnen nach dem Geschirr- und Hafenmarkt, der in früheren Jahrhunderten an dieser Stelle abgehalten wurde und seit 1988 wieder alljährlich im Herbst dort stattfindet.
  21. Hafenmarktturm Er stellt den Rest des ehemaligen Barfüßer- oder Franziskanerklosters dar. Die gotische Franziskanerkirche wurde 1314 geweiht und 1688 von französischen Truppen niedergebrannt. Die Stadt baute den Turm 1698 bis 1727 wieder auf. 1944 wurde der Hafenmarktturm erneut stark beschädigt, dann wieder aufgebaut. 1964 wurde ein Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege, gestaltet von Paul Bonatz, errichtet. Den Turmabschluß bildet ein handgeschmiedeter, emporsteigender Phönix als Symbol des Heilbronner Wiederaufbaus nach 1945. Täglich um 11 Uhr und um 19:30 Uhr erklingt vom Turm ein Glockenspiel, das abwechslungsweise fünf Volkslieder intoniert. Der Hafenmarktturm ist begehbar. Der Schlüssel ist im Auskunftsraum des Verkehrsvereins am Marktplatz erhältlich.
  22. Friedrich-Ebert-Brücke 1947 wurde die Friedrich-Ebert-Brücke, die als Verlängerung der Kaiserstraße die Altstadt mit der Bahnhofsvorstadt verbindet, wiederaufgebaut. Diese Neckarbrücke hat viele Vorgängerinnen. Direkt von der Friedrich-Ebert-Brücke führt der Zugang zum Insel-Hotel. Diese Hefenweiler-Insel, deren Geschichte bis ins letzte Jahrhundert zurückreicht, wurde bis zur Zerstörung im Jahr 1944 industriell genutzt. Südlich der Brücke ist die Anlegestelle für die Fahrgastschiffe der Neckar-Personenschiffahrt Stumpf eingerichtet. Der Salonfahrgastschiffe "Neckarbummler", "Barbarossa" und "Regia Wimpina" bieten sich alljährlich von Ostern bis Ende Oktober für Hafenrund-, Kurs- und Ausflugsfahrten an. So kann man von hier aus vorbei an Weinbergen und Burgen z.B. das Steinsalzbergwerk in Kochendorf, die Staufenstadt Bad Wimpfen oder die Burgfalknerei Guttenberg bei Gundelsheim mit dem Schiff erreichen.
  23. Bismarck-Denkmal Das Bismarck-Denkmal wurde 1903, an seinem fünften Todestag, eingeweiht. Von dem Berliner Professor Otto Rieth stammt der Entwurf für den Denkmal-Unterbau, die Ausführung der Statue von Emil Kiemlen und der Guß von P. Stotz, beide aus Stuttgart. Nach dem Kaiser-Wilhelm-, dem Kaiser-Friedrich- und dem Robert-Mayer-Denkmal war es das vierte der Stadt Heilbronn, das durch eine private Initiative der Bürgerschaft finanziert wurde.
  24. Alter Handkran Bis 1944 stand der eiserne Handkran von 1845 auf der gegenüberliegenden Seite des Wilhelmskanals, der 1821 fertiggestellt und als Wunder der Technik gepriesen wurde. Der Wilhelmskanal, seinerzeit von der Stadt und ihren Handelsleuten nicht gewünscht, wurde dann doch vom Königreich Württemberg erzwungen, das die Öffnung der Schiffahrt nach Süden anstrebte. Über hundert Jahre war der Wilhelmskanal dann ein Schwerpunkt des Heilbronner Wirtschaftslebens. Als 1935 der Neckarkanal eröffnet worden war, hatte dann der Wilhelmskanal seine Bedeutung verloren.
  25. Alte Post/Hauptbahnhof Dominierendes historisches Gebäude in der Bahnhofstraße ist das 1908 im Jugendstil erbaute Postamt II, das 1987 grundlegend renoviert wurde. Daneben befindet sich der Hauptbahnhof, der 1950 als kubischer Zweckbau mit 140 Metern Länge am Westende der Straße wieder aufgebaut wurde. Mitte des letzten Jahrhunderts gab es hier zunächst nur ein Empfangsgebäude, das am 25. Juli 1848 mit der Bahnlinie Bietigheim - Heilbronn eingeweiht wurde. 1874 wurde dann der erste Heilbronner Hauptbahnhof fertiggestellt. Die Gleise und die Bahnsteig-überdachung waren damals auf der heutigen Bahnhofstraße. Der Bahnhofvorplatz lag auf der heutigen Rückseite des Gebäudes.
  26. Schießhaus Unversehrt überstand das Schießhaus den Zweiten Weltkrieg. Es wurde 1769 bis 1771 von Johann Christoph Keller erbaut. Der Rokokosaal im Schießhaus ist Heilbronns schönster Festsaal. 1979 wurde die Frankfurter Straße nördlich des Schießhauses abgesenkt, so daß der Bau vor dem kleinen Park besser zur Geltung kommt. Das Schießhaus ist heute festlicher Rahmen für Konzerte und repräsentative Veranstaltungen.
  27. Alter Friedhof 1882 wurde der 1530 neben dem Karmeliterkloster angelegte Alte Friedhof geschlossen und als Park deklariert. 219 Denkmale und Grabsteine bilden eines der ungewöhnlichsten Kultur- und Naturdenkmale Württembergs. Das Denkmal für Kaiser Wilhelm I., das sich jetzt im Alten Friedhof befindet, war ursprünglich vor der alten Harmonie auf dem Mittelstreifen der Allee aufgestellt worden.
  28. Stadtgarten Zu dem 1,9 Hektar großen Park gehören das Harmonie-Garten-restaurant, der Musikpavillon, das Robert-Mayer-Denkmal, die Schiller-Büste, Wasserspiele, die Bronzegruppe "Kraniche" von Hermann Koziol, Spielecken und eine Voliere mit verschiedenen Vogelarten. Nach dem Bau der Harmonie-Tiefgarage mit 600 Abstellplätzen wurde der Stadtgarten 1972 neu bepflanzt. Dabei wurden besondere Betonschächte für einen Flügelnußbaum, einen Trompetenbaum und einen Ahorn gebaut.
  29. Robert-Mayer-Denkmal Als ihren bedeutendsten Sohn sieht die Stadt Heilbronn den Arzt und Naturforscher Robert Mayer (1814-1878) an. Er war Entdecker des Gesetzes zur Erhaltung der Energie, das heute als eines der fundamentalsten Naturgesetze gilt. Das Robert-Mayer-Denkmal stand früher auf dem Marktplatz, war Theodor Heuss 1928 zu der Bemerkung veranlaßte: "Es ist schön, daß er diesen Bürgerplatz bekommen hat, ehe andere und bildnerisch fragwürdige Monumente, die der Zeitgeist verlangte, sich nach einem Standort umsahen. Hierher gehörte nur der unglückliche und große Sohn der Stadt". Nach einem neuen Standort, der aber als ebenso exponiert in der Innenstadt gegolten hat, ist Robert Mayer inzwischen wieder auf seinen angestammten Platz zurückgekehrt.
  30. Harmonie Die Festhalle wurde 1958 nach Plänen des Architekten Kurt Marohn erbaut und ist der gesellschaftliche Mittelpunkt der Region Franken. Der Große Saal bietet nahezu 2000 Sitzplätze, er kann in einen Mittleren Saal mit ca. 800 Sitzplätzen unterteilt werden. Mit dem Kleinen Saal und der Gaststätte mit Füger- und Merianzimmer werden weitere Räumlichkeiten in der Harmonie geboten. In der Kunsthalle finden regelmäßig Wechselausstellungen des Kunstvereins Heilbronn statt. An der gleichen Stelle stand bis 1844 das Aktientheater und die 1878 erbaute erste Harmonie.

Zur übergeordneten Seite Zur Begrüßungsseite E-Mail an mich